Falls für die Anschaffung einer eigenen Photovoltaikanlage die finanziellen Mittel fehlen, stehen einige staatliche und private Finanzierungshilfen zur Auswahl, die Kredite oder Zuschüsse anbieten. Haben Sie schon einen Strom Preisvergleich durchgeführt?

KfW-Kredite über die Hausbank

So bietet die Staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) über die Hausbank des Antragstellers vergünstigte Kredite mit einer besonders kundenfreundlichen Tilgungsfreiheit bis zu drei Jahren.

Seit 2009 übernimmt die KfW außerdem Kredite für Photovoltaik im Programm „Erneuerbare Energien Standard“. So ist eine Förderung bis zu 50.000 Euro der Nettoinvestitionskosten ohne Eigenkapital über den KfW-Kredit möglich. Dieses Programm richtet sich speziell an Privatpersonen, doch auch Freiberufler und öffentliche Institutionen wie Schulen oder Kindergärten können in den Genuss der Photovoltaik-Finanzierung über die KfW kommen. Die Laufzeit des Kredits beträgt dabei entspannte 10 bis 20 Jahrer, bei einem besonders günstigen Zinssatz zwischen 3,86 Prozent und 8, 52 Prozent je nach Bonität des Antragstellers.

Für Unternehmen steht das ERP-Umwelt- und Energiesparprogramm sowie das KfW-Umweltprogramm zur Verfügung.

Förderung von Photovoltaik-Anlagen über die Umweltbank

Die Umweltbank aus Nürnberg ist ein bundesweit tätiges Geldinstitut mit sozial-ökologischer Ausrichtung. Als Direktbank ohne Filialnetz bietet die Umweltbank eine besonders günstige Finanzierung von Photovoltaik-Anlagen, wobei das Programm der Umweltbank zur Solarfinanzierung in weiten Teilen dem 2008 augelaufenen KfW-Programm „Solarstrom erzeugen“ gleicht. Das Umweltbank-Programm „Classic“ bietet günstige Konditionen für Photovoltaik-Anlagen bis 10 kW Leistung mit bis zu 50.000 Euro je Projekt und Kreditnehmer bei einer Laufzeit bis 20 Jahren, wobei das erste Jahr tilgungsfrei ist.

Förderung von Photovoltaik-Anlagen über die GLS

Die GLS Bank aus Dortmund engagiert sich bundesweit in sozial-ökologischen Bankgeschäften. Die GLS bietet eine Finanzierung bis zu 30.000 Euro für Photovoltaik-Anlagen über eine Laufzeit bis zu 15 Jahren an, wobei das erste halbe Jahr tilgungsfrei ist. Das Angebot richtet sich ausschließlich an Privatleute, wobei als Voraussetzung gilt, dass die Solaranlage auf dem eigenen Haus installiert ist. Neben dem Kreditprogramm für private Photovoltaik-Projekte bietet die GLS auch die Finanzierung großer und gewerblicher Solaranlagen an.

Förderung von Photovoltaik-Anlagen über die DKB

Die Deutsche Kreditbank (DKB) aus Berlin ist bietet ebenfalls als Direktbank ohne Filialen sehr günstige Kreditkonditionen für Kredite an: Als hundertprozentige Tochter der Bayrischen Landesbank BayernLB bietet die DKB eine weitreichende Stabilität und daher geringe Zinssätze. So bietet die DKB auch Kredite zur Finanzierung von Photovoltaik-Projekten an. Voraussetzung dafür ist eine gewisse Bonität und Einkommenssicherheit. So können auch Freiberufler in entsprechend hohen Einkommenssektoren in den Genuss eines Kredits ab 5.000 Euro für Photovoltaik kommen. Neben Kleinstkrediten für Privatleute vergibt die DKB auch Darlehen bis zu 60.000 Euro an Landwirte oder Bürgervereine für die Finanzierung größerer Dach- und Freilandanlagen. Die Laufzeit des Kredits beträgt bis zu 18 Jahren.

Der Schönauer Sonnencent und andere Zuschüsse vom EVU

Eine besondere Photovoltaik-Förderung bietet der Ökostromanbieter Elektrizitätswerke Schönau (EWS): Kunden der EWS erhalten über die Vergütung nach dem EEG hinaus eine hauseigene Förderung. Diese besteht in einer zusätzlichen Vergütung von 6 Cent für jede produzierte Kilowattstunde in den ersten fünf Jahren, danach reduziert sich die Förderung auf 4 Cent je kWh für weitere 5 Jahre.

Andere Energieversorger, etwa die südbadische Badenova oder die Stadtwerke Waiblingen, beteiligen sich an den Investitionskosten mit einem Zuschuss bis zu 3000 Euro je Projekt.